Forscher warnen: Millionen Tote durch antibiotikaresistente Keime bis 2050 !!

Jährlich 700.000 Menschen sterben bereits heute durch resistente Keime. Wissenschaftler befürchten, dass die Zahl noch erheblich steigen wird. Grund hierfür ist der massive Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht. Dieser hat zur Folge, dass sich resistente Bakterien rasant ausbreiten können.

Die Wissenschaftler warnen, dass in gut 20 Jahren mehr Menschen an Infektionen als an Krebs sterben werden. In dem dann so genannten Präantibiotischen Zeitalter, wird es dann wohl keine Mittel gegen Multiresistente Keime mehr geben.

Filmemacher Michel Wech hat diese These in seinem Dokumentarfilm „Resistance Fighters – Die globale Antibiotika-Krise“ eindrucksvoll untermauert. Der Film wurde vergangenen Dienstag erstmals in ARTE ausgestrahlt.

Realer Dokumentationsfilm als Horrorfilm

Der Film ist der reine Horror, nur leider mit realem Hintergrund. So wird der Zuschauer zuvor gewarnt, dass der Streifen nichts für empfindsame Menschen ist.
Zu sehen ist der komplette 98-minütige Dokumentarfilm noch bis zum 17. April in der Mediathek von ARTE.

Gefördert werden diese Multiresistenzen durch den massiven Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft. Alleine in Deutschland sollen alleine in der Tiermast drei bis acht Wirkstoffe eingesetzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat diese als absolute Reserve eingestuft. Das heißt, dass diese Medikamente eigentlich nur im absoluten Notfall als Intensivmedizin eingesetzt werden sollte.

Tripper auf Vormarsch

Nicht zum Wohle der Tiere, sondern allein zum Profit der Menschen werden diese Medikamente jedoch in der Tiermast eingesetzt. Hier sollen die Tiere nicht vor Krankheit geschützt, sondern vielmehr soll das Wachstum beschleunigt werden.

In dem Film zeigt Wech gemeinsam mit Mikrobiologen, welche weltweiten Folgen dieser hemmungslose Einsatz von Antibiotika hat. In England wurde demnach Anfang 2018 erstmals ein Fall von Gonorrhoe oder Tripper bekannt, bei dem kein Antibiotika mehr wirkte. Tripper zählt weltweit zu den verbreitetsten Geschlechtskrankheiten.

Mehr Tote durch Krankenhauskeime als durch Unfälle!!

15.000 Menschen sterben nach Hochrechnungen des „European Centre for Disease Prevention and Control“ (ECDC) in Deutschland an den Folgen von Krankenhauskeimen. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) geht sogar noch von höheren Zahlen aus. Das sind mehr Menschen die durch Krankenhauskeimen sterben als durch Verkehrsunfälle.

Auf ein Kilo produziertes Fleisch kommen 300 Milligramm Antibiotika. Das haben Zahlen aus der US-Tiermast aus dem Jahr 2016 belegt. Hier wurden 15 Millionen Kilogramm Wirkstoffe eingesetzt. Die „Klebsiella-Bakterien“ zählen hier schon zu den sogenannten resistenten Superkeimen. Unter anderem können sie Lungenentzündungen oder Nieren- und Blaseninfektionen auslösen. Auch eine Infektion von OP-Wunden wird dem Keim zugeschrieben.

Der britische Ökonom warnt davor, dass sich die Zahl der Todesopfer durch resistente Keime explosionsartig vergrößern könnte, wenn der Trend nicht gestoppt wird. Für die Vereinten Nationen errechnete er, dass man bis zum Jahr 2050 mit bis zu 10.000.000 (zehn Millionen) Toten pro Jahr rechnen müsse

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