Wenn aus Wüsten Gärten werden!

Die Sekem-Farm liegt in Ägypten mitten in der Wüste. Seit 40 Jahren ist sie dennoch ein grünes Biotop. Inzwischen arbeiten 2000 Menschen für die Firma. 400 Landwirte aus ganz Ägypten haben sich der Idee angeschlossen. Sie verwandeln die Wüste in eine Oase.

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Der Ägypter Ibrahim Abouleish hat Sekem aufgebaut. Er studierte Chemie in Österreich. Mit seinem Wissen entwickelte er eine biologisch-dynamische Methode, die Wunder in der Wüste vollbringt: Er verzichtet auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel. Der Boden wird nicht ausgebeutet. Er benötigt 20 % weniger Wasser für seine Pflanzen, als es normalerweise der Fall sein müsste.

Das Geheimnis liegt im Kompost

Kompost entsteht im Sinne eines biologischen Kreislaufs. Biologische Abfälle verrotten und werden der Erde wieder zugeführt. Dadurch gehen Nährstoffe nicht verloren, sondern werden Teil eines ewigen Kreislaufs. Dafür wird der Kompost bei Sekem unter der ägyptischen Sonne zu Erdwällen aufgeschichtet. Bei 45 Grad werden schädliche Bakterien abgetötet und nützliche erhalten. Der Kompost versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen. Im sandigen Boden der Wüste eingebracht, dient er außerdem als Wasserspeicher.

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„Wenn ich den Kompost […] einbringe, merke ich, dass er die Erde dicht und feucht auf dem Sandboden hält und gleichzeitig Pflanzen und Boden mit den notwendigen Mineralien versorgt“,

wird Ingenieur Sayed Sakr bei der Tagesschau zitiert.

Sekem verkauft im ägyptischen Markt Obst und Gemüse. Weltweit beliefern sie Bio-Läden mit Tees, Heilkräutern und Ölen. Von Orangen über Oliven, Datteln, Sesam, Anis, Kamille und sogar Baumwolle gedeiht auf der Farm alles nach Demeter-Standard. Der Gewinn wird in den Sekem-Kindergarten, die Schule und eine Berufsschule investiert. Hier sollen die Kinder lernen, ihre Umwelt zu respektieren.

Quellen Textinhalt:

http://sekem-bio.de/die-sekem-initiative

Tagesschau.de

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