Insektensterben: Forscher warnen vor “katastrophalem Einbruch” des Ökosystems!

In wenigen Jahrzehnten schon könnten die Insekten weltweit ausgelöscht sein, warnen Forscher. Das habe fatale Folgen für andere Tierarten.

Fast die Hälfte der Insekten ist einer neuen Studie zufolge weltweit im schnellen Schwinden begriffen. Das bedeute einen “katastrophalen Einbruch der natürlichen Ökosysteme”, wie die Verfasser schreiben. Die Schlussfolgerung der Wissenschafter ist eindeutig: “Wenn wir unsere Art der Nahrungsmittelproduktion nicht ändern, werden die Insekten in einigen Jahrzehnten den Weg der Auslöschung gegangen sein”.

So lautet die Konklusio in dem Beitrag, der in der kommenden Ausgabe der Fachzeitschrift “Biological Conservation” erscheint. Die seit sechs Jahrzehnten praktizierte intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, die Zerstörung von Lebensraum – all das trage zum Insektensterben, zur Gefährdung der Vogelwelt und der Natur insgesamt bei, schreiben die Studienautoren Francisco Sanchez-Bayo und Kris Wyckhuys von den australischen Universitäten Sydney und Queensland.

Deshalb müsse dringend gegen gesteuert werden. Denn Insekten seien “von lebenswichtiger Bedeutung für die globalen Ökosysteme”. Die Autoren weisen darauf hin, dass etwa ein Drittel der Tierarten weltweit vom Aussterben bedroht sei. Dieser Wert steige jedes Jahr um einen Prozentpunkt. Der Anteil der Insekten liege dabei mit 41 Prozent zwei Mal so hoch wie bei den Wirbeltieren.

ARCHIV – Eine Biene sammelt am 15.06.2009 auf einer Kamillenblüte auf einer Wiese in Frankfurt (Oder) Pollen, den sie an ihren Hinterbeinen befestigt, um ihn zum Bienenstock bringen zu können. Honigbienen sind ökologisch und wirtschaftlich wertvolle Schwerstarbeiter. Die Honigbiene produziert nicht nur Honig oder Wachs, sondern trägt mit der Bestäubung der Blüten entscheidend zur Nahrungsproduktion des Menschen bei. Foto: Patrick Pleul dpa/lni (zu lni 0100 vom 20.06.2011) +++(c) dpa – Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Greenpeace fordert Landwirtschaft ohne Gifte!

Greenpeace Österreich wies auf die verheerende Auswirkungen auf die Artenvielfalt hin: “Viele Tiere wie Fledermäuse und Igel sind von Insekten abhängig”, erklärte Kampagnensprecher Lukas Meus. “Besonders fatal ist das Insektensterben für viele Vogelarten. Auch in Österreich ist das Vogelsterben gewaltig. Hier leben nur noch halb so viele Feldlerchen wie noch vor wenigen Jahren. Kiebitze und Ortolane sind vom Aussterben bedroht. Aus diesem Grund brauchen wir eine ökologische Landwirtschaft, die ohne Pflanzengifte auskommt und die Artenvielfalt fördert.”

Liebe ist nicht das was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben.

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