Forschungen zeigen: Dankbarkeit verändert dein Gehirn und macht dich gesünder und glücklicher!

In der buddhistischen Tradition spielt Dankbarkeit seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle auf dem Weg zum inneren Frieden. Nun rückt Dankbarkeit seit einigen Jahren auch immer in den Fokus der Wissenschaft. Das Wissenschaftszentrum der Berkeley Universität für Allgemeinwohl (Greater Good Science Center) erforscht das Thema seit 2001 und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Dankbarkeit zu.

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Untersuchungen und Studien zeigen nun, wie effektiv Dankbarkeitsübungen sind: Dankbare Menschen sind gesünder, besser gelaunt, stressresistenter und emotional stärker, leistungsfähiger und zufriedener mit ihrem Leben und ihren sozialen Beziehungen. Bei depressiven Menschen zeigt Dankbarkeit in verschiedenen Versuchen eine stimmungshebende Wirkung.

Prof. Paul J. Mills von der University of California, San Diego, hat untersucht, wie Dankbarkeit die Gesundheit von Herzpatienten verbessern kann. An der Studie nahmen 186 Männer und Frauen mit Herzinsuffizienz teil. Mithilfe von psychologischen Tests wurde der Grad der Dankbarkeit und des geistigen Wohlbefindens der Testpersonen festgestellt. Die ermittelten Werte verglich man mit dem psychischen Zustand, der Schlafqualität, der Müdigkeit, dem Glauben in sich selbst und den Entzündungswerten im Blut der Patienten. Es wurde festgestellt, dass je dankbarer die Patienten waren, ihre Laune umso fröhlicher und ihr Schlaf umso besser war. Außerdem stand eine größere Dankbarkeit im Zusammenhang mit höherem Selbstvertrauen und reduzierten Entzündungswerten. Im nächsten Schritt wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt.

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Eine Gruppe wurde gebeten, ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben. In Dankbarkeitstagebüchern – die manchmal auch als Glückstagebücherbuch bezeichnet werden – werden vom Schreibenden nur positive Dinge notiert. Die Patienten aus der ersten Gruppe haben acht Wochen lang täglich drei Dinge aufgeschrieben, für die sie sich dankbar fühlten. Die zweite Gruppe führte kein Tagebuch. “Wir stellten fest, dass bei jenen Patienten, die täglich in ihr Dankbarkeitstagebuch schrieben, gleich mehrere Entzündungswerte sanken. Gleichzeitig erhöhte sich die Herzfrequenzvariabilität, was mit einem reduzierten Infarktrisiko gleichzusetzen ist”, erklärte Prof. Mills.

Dankbarkeit statt Antidepressiva!

Dankbarkeit kurbelt die Produktion von Dopamin und Serotonin an, die im Volksmund auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden. Dopamin ist für unsere Antriebsteigerung und Motivation zuständig. Serotonin reguliert im Herz-Kreislauf-System die Spannung der Blutgefäße. Psychisch ist Serotonin ein natürlicher Stimmungsaufheller. Es gibt uns das Gefühl der Gelassenheit, innerer Ruhe und Zufriedenheit. Es sorgt unter anderem dafür, dass wir ausgeschlafen sind und unseren gesunden Appetit behalten.

Studie belegt Veränderungen im Gehirn durch Dankbarkeit!

43 Personen die aufgrund von Depressionen oder Ängsten behandelt wurden, teilten Forscher der Universität Indiana in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe sollte über drei Wochen hinweg täglich einen Dankbarkeits-Brief schreiben. An wen, und ob sie ihn verschickten blieb den Teilnehmern selbst überlassen. Eine zweite Kontrollgruppe führte dieses Ritual nicht durch. Nach drei Monaten bekamen die Teilnehmer die Aufgabe, Geld das sie angeblich von Gönnern bekamen, entweder zu behalten oder zu spenden. Ob sie den ganzen Betrag oder nur einen Teil spendeten, entschieden die Teilnehmer selbst. Während des Versuches waren sie jedoch an einen Hirnscanner angeschlossen. Die Teilnehmer wussten, dass es sich um ein Experiment handelte. Allerdings sagte man ihnen, dass die Wissenschaftler eine ihrer fiktiven Transaktionen zufällig auswählen und diese tatsächlich durchführen würden.

Das Ergebnis der Studie:

Je höher das Dankbarkeitsempfinden und der Betrag waren, den die Person spendeten, umso mehr Aktivität zeigte sich in verschiedenen Hirnregionen. Vor allem im Frontallappen (u.a. Sitz der Persönlichkeit und sozialen Verhalten), im Parietallappen (sensorische und motorische Aufgaben) sowie im für Sehen verantwortlichen Occipitallappen.

Im Gegensatz zu Versuchen mit den Empathie-Regionen des Gehirns, ist die Dankbarkeit eine eigene Emotion die in anderen Bereichen des Gehirns abläuft. Die Gruppe die im Vorversuch ihren Dankbarkeits-Brief geschrieben hatten, berichteten zwei Wochen nach dem Experiment im Hirnscanner, über mehr Dankbarkeit als die Vergleichsgruppe. Ein Monat später wurde erneut ein Gehirnscann durchgeführt. Die Dankbarkeits-Brief Gruppe zeigte immer noch mehr Dankbarkeits-Aktivitäten im Gehirn. Die Gehirnregion die den sozialen Umgang mit andern Menschen steuert war ebenfalls deutlich aktiver. Dankbarkeit verändert also das Muster des Gehirns. Je mehr Dankbarkeit wir kultivieren, umso besser können wir sie in Zukunft wahrnehmen.

Je dankbarer wir selbst sind, umso eher gehen wir mit unseren Mitmenschen sozial und liebevoll um. Was diese Menschen wiederum dankbar machen kann, und deren Verhalten ändert. Daraus kann eine wahre Dankbarkeits-Spirale entstehen.

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Kleine tägliche Schreibübung kultiviert Dankbarkeit!

In dieser Studie wurde gezeigt, dass das Gehirn mit einer kleinen Schreib-Übung noch Wochen danach auf Dankbarkeit gepolt ist. Je stärker du mit der Dankbarkeit vertraut bist, umso mehr erinnert sich dein Gehirn daran und umso stärker sind die Effekte. Das bedeutet, dass jeder Dankbarkeit trainieren kann. Und das Beste daran ist: Je dankbarer man sich fühlt, desto eher ist man bereit, etwas von der Dankbarkeit weiter zu geben. Und es müssen keine Geldspenden sein. Man kann einfach öfter dem Nachbar die Tür aufhalten oder sich bei dem Partner bedanken, dass er den Müll rausgebracht hat. Dankbaren Menschen fällt es nicht nur leichter sich bei den anderen zu bedanken, sondern auch um Unterstützung zu bitten. Menschen, die die Sprache der Dankbarkeit sprechen, haben oft ein besseres soziales Netz.

Dankbarkeitsübung mit Erbsen!

Es ist also wichtig, sich in Dankbarkeit zu üben. Wie macht man das? Ein Dankbarkeitstagebuch oder Dankbarkeitsbriefe sind wunderbare Beispiele dafür. Es gibt zahlreiche sehr wirksame Dankbarkeitsübungen und ich möchte dir noch die Übung mit Erbsen oder Murmeln empfehlen. Stecke jeden Morgen eine Handvoll Murmeln in die rechte Tasche deiner Jacke oder Hose. Und dann, während du durch den Tag gehst, achte auf die Momente, Personen, Dinge, die für dich wertvoll sind und nehme innerlich wahr, dass du für sie dankbar bist.

Für jedes leise Dankeschön wandert nun eine Erbse aus der rechten in die linke Tasche. Abends dann, bevor du schlafen gehst, leere deine linke Tasche und gehe die Erbsen durch. Erinnere dich, Erbse für Erbse, an die Anlässe, wie die Erbse die Tasche wechselte. Das ist ein sehr schöner Abschluss des Tages und steigert Gesundheit und Wohlbefinden. Führe diese Übung mindestens ein paar Wochen hintereinander durch. Aber vor allem an den Tagen, an denen du mit dem linken Fuß aufgestanden bist deine Haare wieder mal ihre Unabhängigkeit feiern oder nichts nach Plan läuft. Diese Tage sind bestens für diese Übung geeignet.

Dankbarkeitsübung beim Zähneputzen!

Wie macht man Dankbarkeit zu einer neuen Gewohnheit, wenn die Zeit für Tagebücher fehlt oder man keine Erbsen zur Hand hat? Nimm dir beim Zähneputzen morgens und abends eine Minute Zeit, um die folgenden Fragen zu beantworten. „Für welche fünf Dinge bin ich im Moment dankbar?“ „Was ist mir in den letzten Tagen gut gelungen?“ Schon nach wenigen Tagen werden diese positiven Gedanken dir automatisch kommen, wenn du dich im Spiegel mit einer Zahnbürste im Mund siehst.

Und jetzt du… Nun bleibt nur noch eins zu tun – die Kraftquelle der Dankbarkeit zum Sprudeln bringen. Dafür ist es wichtig etwas zu tun und vielleicht magst du ja eine der beschriebenen Übungen für eine gewisse Weile ausprobieren…

Die Vorteile für dich nochmal im Überblick:
Ein stärkeres Immunsystem ,
Weniger Stress und erhöhte Resilienz,
Ein gesünderes Herz,
Mehr Motivation für deine Vorhaben und bessere Laune Besserer Schlaf und mehr innere Ausgeglichenheit,
Stärkeres soziales Netz .

Liebe ist nicht das was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben.

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