England – Achtsamkeit ab jetzt Pflichtfach in britischen Schulen!

ADHS, krank machender Leistungsdruck, Versagensängste, verhaltensauffällige Schüler – Dieser Zustand ist an Schulen eher die Normalität als die Ausnahme. Die Zahl psychisch auffälliger Kinder weltweit steigt. England zog nun die Notbremse: Ab sofort wird in britischen Schulen ab der Grundschule das Fach „Achtsamkeit“ unterrichtet.

Das Schulfach Achtsamkeit: Meditation, Emotionsregulation und Stressabbau!

In Großbritannien gibt es mittlerweile über 2.000 Achtsamkeitstrainer und -trainerinnen. Diese geben ihr Wissen an hunderten Schulen in England und Irland weiter und unterrichten das verbindliche Schulfach Achtsamkeit. Sie führen gemeinsam mit den Schülern Achtsamkeitsübungen durch oder meditieren gemeinsam und helfen ihnen dadurch, Emotionen besser zu erkennen, zu benennen und zu regulieren. Außerdem geben sie Anleitung zur besseren Bewältigung von Stress-Situationen und lehren spielerisch, wie unser Gehirn funktioniert.

Die Integration von Achtsamkeit in den Schulalltag trägt erwiesenermaßen dazu bei, die Kreativität, das Selbstvertrauen und die Zufriedenheit von Schülern zu steigern. Zudem werden Konzentrationsstörungen oder Lernstörungssymptome verringert und stattdessen die Gehirnleistung angeregt. Ein weiterer Nebeneffekt: Achtsamkeit fördert empathisches Denken und Handeln. Die Fälle von Mobbing an Schulen könnten somit zukünftig drastisch reduziert werden.

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England reagiert auf die steigende Zahl psychisch auffälliger Kinder!

10 % der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 15 Jahren gelten in England als psychisch auffällig. Viele davon werden bereits in diesen jungen Jahren mit Antidepressiva therapiert. Insgesamt stieg die Zahl der verschriebenen, antidepressiven Medikamente in der gesamten Bevölkerung Englands von 9 Millionen im Jahr 1991 auf 65 Millionen im Jahr 2017. Ein Grund mehr, warum Kinder bereits in jungen Jahren präventiv lernen sollten, ihre Emotionen zu regulieren und Stress abzubauen.

Dass Kinder und Jugendliche überhaupt einem so hohen Stressniveau ausgesetzt sind, ist wohl unter anderem dem zunehmenden Leistungsdruck zu verdanken. Gesellschaftliche sowie elterliche Erwartungen lösen oftmals Erschöpfung und Depressionserscheinungen aus. Versagens- und Zukunftsängste sind die Folge, welche wiederum den Teufelskreis von Stress, Druck und Depressionen am Laufen halten. Auch die mediale Reizüberflutung spielt eine große Rolle, wenn es um das Thema Stress bei Kindern und Jugendlichen geht. Umso besser, dass Schüler im Umgang mit diesem wichtigen Themenkomplex präventiv unterstützt werden. Und wo, wenn nicht in der Schule, denn dort verbringen Schüler meist nun mal einen Großteil ihres Tages.

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England geht als positives Vorbild voran, zieht Deutschland nach?

In Deutschland weisen knapp vier Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren psychische Auffälligkeiten auf. Laut Statistischem Bundesamt: Tendenz steigend. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Es ist jedoch bewiesen, dass Schule und der damit zusammenhängende Druck ein so hohes Stressniveau erzeugen, dass Kinder diesem nicht standhalten können und krank werden. Oftmals zeigen sich Symptome wie Schlafstörungen, Ängstlichkeit, vermehrter Rückzug. Dies gilt nicht nur für Kinder. Auch Erwachsene halten dem Leistungsdruck unserer Wettbewerbsgesellschaft kaum stand: Während psychische Erkrankungen vor einigen Jahrzehnten noch nahezu bedeutungslos waren, sind sie heute dritthäufigste Diagnosegruppe bei Arbeitsunfähigkeit.

Es wird also Zeit, dass auch das deutsche Schulsystem begreift, dass eine Reduktion von Stress von Nöten ist, damit die nächste Generation in problematischen Lebenslagen empathisch und kreativ nach Lösungen suchen kann, ohne dabei aus Angst vor dem Scheitern zu erkranken. Einzelne Schulen in Deutschland greifen das Thema bereits auf und binden Achtsamkeit und Meditation in ihren Schulalltag ein. Sehr vorbildlich und doch sind es nur einzelne Schulen. Wann Achtsamkeit tatsächlich als verbindliches Fach in deutschen Schulen aufgenommen wird, steht jedoch noch in den Sternen.

Das Institut für angewandte Stressbewältigung zeigt beispielhaft in diesem Kurzfilm, wie Achtsamkeit in den Schulalltag integriert werden kann:


Liebe ist nicht das was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben.

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Quelle:
derstoryteller.de