Leben ohne Plastik: diese 14 einfachen Tipps kann jeder umsetzen!

Leben ohne Plastik – wir sollten es ab und zu versuchen!

Plastik macht unser Leben einfacher, zerstört aber unseren Planeten. Es komplett aus unserem Alltag zu verbannen ist fast unmöglich. Doch manchmal kann man Plastik auch ganz einfach ersetzen. Utopia zeigt, wie einfach ein Leben ohne Plastik sein kann.

Coffee to go: Thermobecher statt Pappe und Plastik!

Rund 320.000 Einweg-Becher verbrauchen wir Deutschen pro Stunde. Die meisten Coffee to Go-Becher sind außen aus Pappe, haben aber innen eine dünne Plastikschicht, der Deckel ist fast immer aus Plastik.

Wenn es unbedingt Kaffee zum Mitnehmen sein muss, lasst ihn lieber in einen wieder verwendbaren Thermobecher füllen. Oder ihr seid mal ganz radikal und trinkt euren Kaffee einfach im Sitzen aus der Tasse. Ein Leben ohne Plastik geht – zumindest beim Kaffee.

Leben ohne Plastik: Seife am Stück nehmen!

Flüssigseife ist bequem und praktisch, aber: meist kauft man sie im Plastikspender und das Plastik landet im Müll, sobald er leer ist. Etwas besser: Vorratspackungen kaufen und Seifenspender nachfüllen. Ohne Plastik ist viel besser: einfach Seife am Stück verwenden. Die bekommt man oft komplett ohne Plastikverpackung.

Biologisch abbaubare Zahnbürsten!

Schon mal darüber nachgedacht, womit wir uns Tag für Tag die Zähne putzen? Für alle, die lieber auf Plastik im Mund verzichten wollen: Für plastikfreie und plastikreduzierte Zahnbürsten gibt es gleich mehrere Optionen: z.B. die Bambus-Zahnbürsten von Hydrophil mit Borsten aus biologisch abbaubarem Nylon, Miswak-Zweige und die Swak-Zahnbürste aus Bio-Plastik und Miswak.

Übrigens: Auch Zahnseide gibt es aus natürlichen Materialien wie Seide und Bienenwachs, ganz ohne Plastik.

Leitungswasser statt Plastikflaschen!

Wasser in Plastikflaschen muss wirklich nicht sein. Und ein Leben ohne Plastik ist hier ganz einfach: Leitungswasser kann man nämlich in Deutschland fast überall bedenkenlos trinken. Wer auf Leitungswasser und eine wieder befüllbare Trinkflasche umsteigt, spart so jede Menge Plastikmüll ein – und schont gleichzeitig seine Gesundheit, denn PET-Flaschen enthalten oft ungesunde Stoffe.

Ohne Plastik leben – mit Kochlöffeln aus Holz!

Was spricht eigentlich gegen Großmutters hölzerne Kochlöffel und Pfannenwender? Viele halten Plastik für hygienischer, doch aus dem Kunststoff können sich – insbesondere bei billigen Küchenutensilien – leicht winzige Partikel und Schadstoffe lösen, die dann in unserem Essen landen. Holz ist weniger problematisch in Herstellung und Entsorgung, hält oft länger und gibt keine ungesunden Stoffe ab.

(Fast) plastikfreie Rasierer!

Einweg-Rasierer benutzt hoffentlich niemand mehr – die Müllberge, die dadurch entstehen, sind absolut unnötig. Doch auch ganz „normale“ Plastik-Nassrasierer produzieren Müll. Es gibt Alternativen für ein Leben ohne Plastik: Rasierer aus langlebigem Holz oder Metall – zwar muss man hier dennoch hin und wieder die Klinge auswechseln, aber es entsteht deutlich weniger Plastikmüll.

Leere Schraubgläser nutzen!

Schraubgläser können zum Beispiel Frischhaltefolie, Alufolie, Plastiktütchen oder billige Plastikdosen ersetzen. Du kannst Lebensmittel darin lagern, dein Mittagessen transportieren, sie als Ordnungssystem für Kleinkram verwenden !

Damenhygiene ohne Müll und ohne Plastik!

Niemand denkt gerne darüber nach, aber: herkömmliche Damenhygiene-Artikel produzieren ganze Berge an Plastikmüll. Dabei gibt es tatsächlich mehrere sinnvolle Alternativen: Menstruationstassen bestehen aus Silikon und können mehrere Jahre lang verwendet werden – so fällt so gut wie gar kein Müll an. Ganz plastikfrei sind auch waschbare Binden und Slipeinlagen aus (Bio-)Baumwolle, z.B. von Lunapads oder Kulmine.

Leben ohne Plastik: Milch und Joghurt im Glas!

Milch kauft man im Getränkekarton und Joghurt im Plastikbecher – das ist heute völlig normal. Doch noch gibt es diese Milchprodukte in fast allen Supermärkten auch in Mehrweg-Gläsern und -Flaschen zu kaufen. Dabei sollte man aber unbedingt auf regionale Herstellung achten, denn aufgrund des höheren Gewichts haben Glasbehälter nur bei kurzen Transportwegen eine gute Ökobilanz.

Weniger Verpackung für Shampoo & Duschgel!

Duschgel und Shampoo sind fast ausnahmslos in Plastikflaschen verpackt. Hier gibt es leider nicht sehr viele Alternativen: Nachfüllpackungen helfen immerhin, Plastikmüll zu reduzieren. Bei Lush gibt es Duschgel ohne Plastikverpackung – leider aber auch ohne Naturkosmetik-Zertifizierung. Besser und völlig plastikfrei sind Naturseifen für Körper und Haare, z.B. von Savion.

Gemüse ohne Verpackung und ohne Plastik!

Es ist schon irgendwie absurd, dass gerade frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse oft in Plastik eingeschweißt oder verpackt sind – und appetitlich ist das auch nicht. Für Umwelt und Gesundheit ist es besser, wenn wir Obst und Gemüse lose einkaufen oder höchstens in Papier verpacken.

In gut sortierten Bioläden, bei kleinen Gemüsehändlern, auf Wochenmärkten oder in regionalen Öko-Kisten bekommt man plastikfreie Ware. Übrigens: Nur in normalen Supermärkten steckt Bio-Ware immer in Plastik, in Bioläden ist das nicht der Fall.

Brotdosen aus Edelstahl, Glas und Holz!

Wer sein Essen für unterwegs in Brotdosen mitnimmt, spart Verpackungsmüll und macht schon vieles besser. Längst gibt es auch plastikfreie Alternativen zur klassischen „Tupperdose“: Brotboxen aus Edelstahl, Glas und sogar Holz kommen ohne Plastik aus, sind langlebig und schadstofffrei.

Leben ohne Plastiktüte!

Dass Plastiktüten ein Umweltproblem sind, ist inzwischen fast jedem klar. Utopia erklärt die Problematik in diesem Video.

Vor allem im Supermarkt oder Drogeriemarkt sind Plastiktüten dabei kinderleicht zu ersetzen: Die besten Alternativen sind fast endlos wieder verwendbare Stofftaschen. Die bringt man in jeder Handtasche unter und hat sie so auch für Spontan-Einkäufe immer dabei.

Fertiggerichte meiden!

Die meisten Fertiggerichte stecken nicht nur voller künstlicher Zusatzstoffe und verstecktem Zucker, sondern auch in jeder Menge Kunststoff. Gesund und lecker ist was anderes. Tu dir und der Umwelt was Gutes und koche lieber frisch.

Quelle: utopia.de