Viele Tierheime vermitteln kurz vor Weihnachten keine Tiere

Ist ein Hund, eine Katze oder ein Meerschwein als Geschenk nicht willkommen, kommt es im Januar oft zurück ins Tierheim. Um das zu verhindern, gibt es in vielen Heimen um die Feiertage ein Vermittlungsstopp.

In Deutschland setzten sich viele Tierheime dafür ein, dass an Weihnachten keine Lebewesen unterm Baum liegen: Auch in diesem Jahr werden sie in der Zeit vor und nach den Feiertagen auf die Vermittlung ihrer Bewohner verzichten.

Vom 19. bis 27. Dezember würden keine Tiere abgegeben, sagte eine Sprecherin des Berliner Tierheims der Deutschen Presse-Agentur. “Es geht darum, Impulsgeschenke zu verhindern.” Damit sind Geschenke gemeint, die unüberlegt, womöglich mangels anderer Ideen oder ohne Rücksprache mit der Familie kurzfristig ausgesucht werden.

Stellt sich das Geschenk dann nach kurzer Zeit als keine gute Idee heraus, kann das dazu führen, dass das Tier nach Weihnachten wieder ins Heim zurückgebracht oder schlimmstenfalls ausgesetzt wird.

Der Vermittlungsstopp zeigte schon in den Vorjahren Erfolge: In Bremen landeten nach den Feiertagen deutlich weniger ungewollte Kaninchen, Hamster oder Wellensittiche im Heim. “Früher konnte man Heiligabend losfahren und die ausgesetzten Tiere einsammeln”, sagte eine Sprecherin des Bremer Tierheims.

In vielen Heimen kann man sich trotz des Vermittlungsstopps zur Anschaffung eines Haustiers beraten lassen – und sich die Entscheidung über die Feiertage in Ruhe überlegen.