12 Fakten und Anekdoten zu Weihnachten !

Wo steht der größte Christbaum? Wie viele Wunschzettel erhält der Weihnachtsmann? Und wie weit muss man eine Fichte werfen, um sich Weltmeister im Weihnachtsbaumwerfen nennen zu können? Die Antworten liefert diese Auflistung nicht alltäglichen Wissens.

1. Der größte Christbaum!

Der laut Guinness-Buch der Rekorde größte Weihnachtsbaum der Welt überragte selbst so manches Hochhaus: angeblich 67,36 Meter. Er stand 1950 in Seattle (USA). In Deutschland brüstet sich Dortmund mit dem vermeintlich größten Weihnachtsbaum der Welt. Der 45 Meter große “Baum” ist jedoch ein Konstrukt aus 1.700 einzelnen Rotfichten.

2. Post an den Weihnachtsmann!

Kinder können ganz schön eifrig sein: Zehntausende Wunschzettel sind bereits bis Mitte November in den offiziellen Weihnachtsfilialen der Post eingegangen. Manche Punkte sind ziemlich ernst: kein Krieg im Jemen und keine Plastikflaschen mehr im Meer – das wollen etwa Basti und der neunjährige Symon. 2017 gingen fast 580.000 Briefe ein.

3. Keine Anzeige wegen Weihnachtsmusik!

Seit Anfang November mit ‘Last Christmas’ oder ‘Feliz Navidad’ beschallt zu werden, kann nerven. Gesetzeswidrig ist das aber nicht. Polizisten in Bayern twitterten 2017 ein Foto aus einer Wache: An einer Trennscheibe war ein Aushang ‘Nervige Weihnachtslieder sind kein Grund, Anzeige zu erstatten. Ihre Polizei’ angebracht.

4. Herkunft des ersten Weihnachtsbaums!

Das Fest der Liebe ist nicht nur in Familien Auslöser für Zwist: Riga (Lettland) und Tallinn (Estland) beanspruchen den ersten Weihnachtsbaum der Welt für sich. Forscher sind sich uneins. 1510 hätten Kinder in Riga eine Tanne per Zufall geschmückt. Schon 1441 soll jedoch in Tallinn ein Baum verziert worden sein. Ob es aber eine echte Tanne oder ein Holzkonstrukt war, ist unklar.

5. Stromverbrauch einer Großstadt!

Rechnerisch entsprach der Stromverbrauch für Weihnachtsdeko laut einer YouGov-Umfrage von 2017 dem Jahresverbrauch einer Stadt so groß wie Mainz. Die Studie im Auftrag eines Energieunternehmens beziffert zudem 17 Milliarden Lämpchen, die über Deutschland verteilt erstrahlen.

6. Glück für Gefangene!

Dank der in den meisten Bundesländern üblichen Weihnachtsamnestie dürfen Jahr für Jahr mehrere Hundert Häftlinge etwas früher das Gefängnis verlassen. Etwa im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen kamen bis Ende November 501 Strafgefangene vorzeitig frei, wie es aus dem Justizministerium in Düsseldorf hieß.

7. Ein paar Tage Frieden im Krieg!

Ohne Erlaubnis ihrer Oberkommandos unterbrachen deutsche und britische Soldaten am 24. Dezember 1914 an einigen wenigen Schützengräben im Ersten Weltkrieg das gegenseitige Abschlachten. Vermutlich ging die kurze Versöhnung vom belgischen Ypern aus. Der Waffenruhe hielt nur Tage und blieb ein Unikum im Krieg.

8. Kein typisches Weihnachtsgericht!

Eine einheitliche Weihnachtsmahlzeit gibt es in Deutschland nicht und gab es nie, wie Kulturwissenschaftler sagen. Das rührt von der Geschichte Deutschlands als Flickenteppich an Traditionen her. Am häufigsten (40 Prozent) kommt an Heiligabend jedoch der Klassiker Würstchen mit Kartoffelsalat auf den Tisch. Das ergab eine repräsentative Umfrage der “Apotheken Umschau” vor drei Jahren.

9. Ursprung des Adventskalenders!

Seit etwa 1850 gab es ‘Adventszeitmesser’ als Abrisskalender oder Weihnachtsuhren. Der erste gedruckte, noch fensterlose Adventskalender ging Anfang des 20. Jahrhunderts auf einen Münchner Verleger zurück. Um 1920 erschienen die ersten Kalender mit Türchen zum Öffnen.

10. Bis zu 465 Euro für Weihnachtsgeschenke!

Auch in diesem Jahr werden Kunden in Deutschland voraussichtlich Milliarden für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Je nach Umfrage sagten Bundesbürger voriges Jahr, dass sie 465 Euro beziehungsweise 266 Euro ausgeben wollten. Dieses Weihnachten könnte es noch mehr werden.

11. Herkunft des Adventskranzes!

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in einem Hamburger Jugendheim den wohl ersten Adventskranz. Der Brauch verbreitete sich schnell im protestantischen Norddeutschland. Im katholisch geprägten Süden wurde er erst nach dem Zweiten Weltkrieg heimisch.

12. Geduldsprobe für viele Kinder!

Eine üble Geduldsprobe für Kinder, die auf Geschenke warten: Ein Teil der christlich-orthodoxen Kirchen begehen die Geburt Jesu 13 Tage nach dem deutschen Weihnachtsfest. Etwa in Russland richten sich die Feierlichkeiten nach dem julianischen Kalender. Die Westkirchen haben hingegen den gregorianischen Kalender als Grundlage.Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa